Anke
Anke war die 2. Schäferhündin meiner Eltern und zugleich der Hund von meinem Bruder und mir. Als ich 15 Jahre alt war zog Anke bei uns ein.
Harras war vor langer Zeit verstorben und besonders meinem Vater fehlten die langen Spaziergänge. Zu diesem Zeitpunkt wälzte mein Bruder Helmut die Zeitungen und fand Anke.
Mein Vater war zunächst skeptisch, weil Anke schon 5 Monate alt war, doch Helmut überzeugte meinen Vater. Als ich von einer Party zurück kam, lag die kleine Anke bei meinem Bruder im Zimmer auf einem Flokati. Anke adoptierte meinen Bruder und mich und wir hatten viele Jahre viel Spaß miteinander.
Mein Vater ging mit Anke in die Hundeschule.
Helmut und ich gingen viel mit Anke spazieren.
Später ging ich meistens mit Anke (meine Anki) alleine auf Tour. Dies führte auch schon mal zu Panik bei meiner Mutter, weil ein Spaziergang auch schon mal 3 Stunden dauern konnte und sie mich für entführt hielt. Anki hörte bei mir aufs Wort, ohne Leine konnte ich durch die Stadt und in den Wald gehen. Den Jagdtrieb, der bei Spaziergängen mit meinem Vater vorhanden war, schaltete sie bei mir ab, da war der Beschützerinstinkt wohl stärker. Mit Anki habe ich auch für mein Abitur gelernt.

Hier pauken wir gerade für Englisch.
Viele unserer Spaziergänge führten uns zunächst in die Teestube, wo wir (verbotenerweise: Vati wollte das nicht, weil er dachte Anke versteht sich nicht mit anderen Hündinnen) Peggy zum Spaziergang abholten. Um zu Peggy zu kommen, mussten wir 1/2 Stunde durch die Stadt gehen, danach ging es mit beiden an den Fluss: "die Sieg", wo beide im Wasser und miteinander ohne Leine toben konnten.
Anki beschützte mich auch als ich einen Freund hatte, da konnte die liebe Anke plötzlich knurren. Viel Zeit verbrachten wir beide auch auf der Hollywoodschaukel und lasen Liebesromane. Anki eng an mich gekuschelt, dass dürfte nur Vati nicht sehen, denn Anki war ein Schäferhund und sollte nicht mein Schoßhund sein. Wir waren ein tolles Team.
Anki verstarb im Alter von 10 Jahren.
